Elternberatung in der Klinik
Eltern, die ihr Kind wegen einer Essstörung in die Kinder- und Jugendpsychiatrie bringen müssen, fühlen sich oft in ihrer Not allein gelassen. Wenn jemand in diesem Moment Zeit und Verständnis für ihre persönliche Situation aufbringt, kann das den Verlauf der gesamten Kommunikation positiv beeinflussen. Anstelle von Verunsicherung und Schuldgefühlen können Verständnis und Kooperationsbereitschaft entstehen.
Die meisten Kliniken unterschätzen den entlastenden Effekt von Elternberatung bei Essstörungen. Wenn die Abläufe der Behandlung mit dem Klinikteam geklärt sind, bietet eine persönliche Beratung den Eltern die Möglichkeit zu Einordnung, emotionaler Stabilisierung und Vorbereitung auf die nächste Zeit. Sie nimmt ihnen die Angst und wirkt sich positiv auf ihr Selbstvertrauen und ihre Haltung gegenüber der klinischen Behandlung aus.
Vorbeugen gegen den Drehtür-Effekt
Elternberatung, die in Abstimmung mit Team und Behandlungskonzept der Klinik durchgeführt wird, hat zum Ziel, das gesamte System zu stabilisieren. Sie soll die Zusammenarbeit von Klinik und Angehörigen erleichtern und nicht zuletzt für die schwierige Phase nach der Entlassung vorsorgen. Zusätzlich zur Psychoedukation in der Gruppe lernen Eltern in der Beratung Selbstfürsorge und kompetente Unterstützung ihres Kindes zu Hause. Das kann die Gefahr einer Wiederaufnahme senken.
Eine Beratungseinheit dauert 60 Minuten. In Berlin und erreichbarer Umgebung kann sie vor Ort stattfinden. Es besteht auch die Möglichkeit, die Beratung online und bei Folgeterminen telefonisch durchzuführen.